Planetare Grenze 5/9: Süßwasser mit Dr. Johanna Metzger

Während Batteriespeichersysteme weltweit skalieren und immer leistungsfähiger werden, nimmt die Leistungsfähigkeit natürlicher Speicher kontinuierlich ab.

Die Ironie der Speicherung

Während Batteriespeichersysteme weltweit skalieren und immer leistungsfähiger werden, nimmt die Leistungsfähigkeit natürlicher Speicher kontinuierlich ab.

Hier: die Planetare Grenze Süßwasser .Diese unterscheidet zwischen Blauwasser und Grünwasser:

💧 Blauwasser umfasst das sichtbare Oberflächenwasser in Flüssen, Seen und Grundwasserreserven. Es ist die Quelle für Trinkwasser, Bewässerung und Industrie, daher ist sein nachhaltiges Management von enormer Bedeutung. Stand heute haben wir hier die Belastungsgrenze noch nicht überschritten.

🌿 Grünwasser hingegen bezieht sich auf das im Boden gespeicherte Wasser, das von Pflanzen genutzt wird, durch Verdunstung zurück in die Atmosphäre und schlussendlich als Regen zurück in den Boden gelangt. Es ist ein Schlüsselakteur im Wasserkreislauf und hat direkten Einfluss zB auf Biodiversität und Landwirtschaft.Die Belastungsgrenze von Grünwasser ist bereits überschritten und das liegt an der Speicherfähigkeit von Regen in den Böden.

Eine Eigenschaft von Regen ist es, nicht die ganze Zeit da zu sein, es regnet mehr oder weniger sporadisch. Ökosysteme benötigen aber kontinuierlich Wasser. Also muss das Regenwasser gespeichert werden. Das ist die Aufgabe des Bodens.

Durch die klimabedingte Zunahme an Extremwetterereignissen lässt die Speicherfähigkeit zunehmend nach, entweder sind die Böden zu trocken oder zu nass. Zunehmende Dürrezeiten trocknen die Böden aus, zunehmende Starkregenereignisse lassen die Böden erodieren.

Diese Entwicklung zu stoppen ist eine komplexe Angelegenheit, 4 Punkte mit positiver Wirkung auf den Süßwasserkreislauf:

IPod habe ich dazu einen Infotauchgang mit 𝗗𝗿. 𝗝𝗼𝗵𝗮𝗻𝗻𝗮 𝗠𝗲𝘁𝘇𝗴𝗲𝗿 vom Institut für Bodenkunde der Uni Hamburg unternommen. Krass, was sie für eine Arbeit haben, um Studiendaten zu sammeln! Und es ist doch verrückt: unsere technologischen Speicher werden immer leistungsfähiger, unsere natürlichen Speicher hingegen immer anfälliger.

Transkription

00:02:34 Wassermenge in Flüssen, Seen etc. ist okay. Es gibt jedoch auch grünes Wasser, welches in Pflanzen, Boden und Atmosphäre ist. Pflanzenverdunstung beeinflusst viel Regen.


00:06:16 Dürremonitor zeigt zunehmende Dürre und Hydrophobizität.


00:09:58 Trockenheit und Starkregen sorgen für Probleme. Regenwasser muss gespeichert und verlangsamt werden.


00:13:44 Wichtiges grünes Wasser: Kreisläufe, Ökosysteme, Klimawandel, Trockenheit.


00:17:26 Ansatzpunkte für mehr Raum für Natur. Zusammenfassung: Natur Raum geben, weniger Versiegelung, bodenkundliche Baubegleitung, achtsamer Umgang, mehr Stadtgrün.


00:19:06 "Rückkehr zur regenerativen Landwirtschaft und Wasserforschung."


00:22:59 Mein Ziel: System verstehen, Phänomene einordnen.


00:24:53 Komplexes System erfordert Zusammenarbeit, Wissen kommunizieren.


00:28:33 Ökosysteme sind wichtig für unser Leben und Klima.

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